Erfahrungsgeschichte eines Camgirls und bei der Sex Hotline
Mühldorfer WOCHENBLATT Nr. 38
Mittwoch, 15. September 2004
CAMGIRL
„Männer rufen an, nachdem die Ehefrau ins Bett gegangen ist”
„Am Anfang war es schon noch etwas komisch”, erinnert sich die 19-jährige Anna an ihre ersten „Auftritte” vor der webcam. „Aber die Aufregung ist schnell vorbei und man ist eingewöhnt.” Vor gut einem dreiviertel Jahr haben die Blondine und ihr Lebensgefährte Christian (23) damit begonnen, sich im Internet als so genannte „Sender” im Erotikgeschäft mit der 0190er-Telefonnummer Geld zu verdienen.
Anna, die wegen ihres zweijährigen Sohnes zuhause ist, sieht dies als optimale Beschäftigung an. „Ich arbeite, wenn der Bub ins Bett gegangen ist, von 10 Uhr nachts bis zwei Uhr früh.” Gleich von Beginn an hätten sie und Christian im Monat um die 3.000 Euro verdient. Christian hängte daraufhin seinen normalen Job als Ausfahrer an den Nagel und gründete mit seiner Anna vor knapp zwei Monaten eine eigene Firma.
„Der Markt ist enorm”, schwärmt Christian. Das Geschäft mit der Erotik laufe bestens. Auf der Internetseite können sich die Männer das Bild einer Dame aussuchen, die 0190er-Nummer am Telefon wählen und sich einen Code durchgeben lassen. Tippen Sie den ein dann erscheint die gewünschte Dame per Livebild über die webcam auf seinem Bildschirm.
Alles weitere ergibt sich je nach Wunsch des „Kunden” und Bereitschaft der Frau, so Anna. Mit fast kindlicher Begeisterung erzählt sie von verschiedenen Praktiken und Erlebnissen, fast so, als würde sie von einem gelungenen Ausflug in die Berge berichten.
Der Kunde bezahlt pro Minute 1,99 Euro
Pro Monat mache sie etwa 2.500 bis 3.000 Minuten. Der Kunde bezahlt pro Minute 1,99 Euro. Für die Dame bleibt je nach Staffelung 50 bis 60 Cent. Den Rest kassieren Anna und Christian beziehungsweise der Telefonnummern-Anbieter.
Welche Frau sich jetzt im Kopf schon zusammenrechnet, welch rentabler Nebenjob dies sein könnte, sollte nicht vergessen, welche Art der Arbeit dies ist. Anna dazu: „Du darfst halt keine Scham haben. Die Männer wollen das Gefühl haben, dass es dir Spaß macht. Du musst dich gehen lassen.”
Anscheinend gibt es jedoch viele Frauen, denen es keine Probleme bereitet, sich vor der webcam zu zeigen. „Wir haben laufend Anfragen. Derzeit arbeiten wir mit vier Frauen zusammen, die von weiter weg sind. Wir suchen noch weitere Frauen oder Pärchen. Wenn wir mehrere aus der näheren Umgebung hätten, könnten wir eine Wohnung mieten und ein Studio einrichten”, so Anna und Christian.
Die beiden geben zu bedenken: „Wer zuviel verdient und einen gewissen Betrag im Jahr übersteigt, der muss ein Gewerbe als Erotikdarsteller anmelden.”
Nachfrage nach Erotik gibt es rund um die Uhr
Nachfrage nach Erotik gibt es laut Anna rund um die Uhr. Die Damen können sich ihre Zeit frei einteilen. „Am Tage läuft das Geschäft fast noch besser, als in der Nacht”, sagt sie. „Viele Männer rufen vom Büro aus an. Andere wiederum rufen an, wenn die Frau ins Bett gegangen ist.”
Es kämen durchaus auch Gespräche mit den Männern zustande. „Es ist jede Schicht vertreten: alt, jung, Rentner, gebildet, ungebildet, Arbeiter, Unternehmer …”
Christian sieht die Dienste seiner Firma als Weiterentwicklung der herkömmlichen 0190er-Erotik-Hotlines. Jetzt geht es nicht mehr nur am Telefon zur Sache, sondern der „Anrufer” sieht die Dame seiner Wahl. „Die Bewerberinnen sollten deshalb auch einigermaßen normal ausschauen. Das Alter ist egal”, so Christian. Den Frauen entstehen außer den Internetgebühren keine Kosten, die Software wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Christian und Anna bezeichnen das Publikum als durchwegs „nett”. Die Kunden stammen meist von weiter weg, auch aus dem Ausland, vor allem England und Österreich.
Die Mutter weiß nichts von dem ungewöhnlichen Job
Auch wenn das junge Paar völlig frei und unbeschwert von ihrer Tätigkeit berichtet, gibt Anna zu, dass ihre Mutter nichts von ihrem Job weiß. „Sie glaubt, ich gehe bedienen”, so Anna. Während Christians Mutter und einige Freunde der beiden voll im Bilde sind. „Die finden das in Ordnung”, so Christian.
„Es gibt Frauen, die sagen, sie würden sich bei so etwas billig vorkommen”, sagt Anna. „Aber ich sehe das anders: Es kommt ja zu keiner Berührung, die Männer sehen mich nur.” Und damit haben weder sie noch ihr Christian ein Problem. Allerdings kennen sie auch Frauen, die diesen Job ohne das Wissen ihrer Männer ausüben.
Christian und Anna denken nicht daran, in absehbarer Zeit etwas anderes zu machen: „So lange der Markt so gut läuft, bleiben wir dabei. Wir wollen unsere Firma sogar ausbauen.” Die Nachfrage ist schließlich groß.
Die Telekom wollte übrigens keine Zahlen darüber herausgeben, wie hoch der Anteil des Gesamtumsatzes ist, der durch 0190er-Nummern eingenommen wird, noch nicht einmal in Prozent. Der Sprecher sagte lediglich, dass es inzwischen in Deutschland an die 100 Anbieter von 0190er Nummern gebe. Ein blühendes Geschäft …
Tanja Lugmayr
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Registriere Dich bei Twitter – wie geht’s
Nach der Registrierung, muss man in dem Email Konto kurz einloggen, um das Twitter Konto zu aktivieren. Das war es für die Registrierung bei Twitter.
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Die Amateur Erotik Community
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Was muss ich dafür tun? Um einen Topverdienst zu sichern?
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Lohnt sich das für mich?
Geld verdient ein Amateur durch den Verkauf von Videos, Bildern oder das Beantworten der Nachrichten von Nutzern. Seit kurzem besteht darüber hinaus die Möglichkeit, sich über die Telefonsex-Funktion weitere Einnahmen zu sichern. Der bereitgestellte Beitrag wird stets auf seine Echtheit hin überprüft. Geklaute oder gekaufte Inhalte hoch zu laden ist tabu. Amateurseite zahlt seinen Amateuren 25 Prozent vom Verkaufspreis des eigenen Contents (Inhalt). Auf diese Weise bleiben die Umsätze kalkulierbar. So wird es möglich, dass ein kreativer Amateur relativ schnell 4-stellige Summen verdienen kann.
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Camgirls, Amateure als Kleinunternehmer und die Steuer
Du möchtest im Sexchat als Camgirl Geld verdienen und interessierst Dich für die Arbeit als Senderin? Dann beantworte ich hier mal ein paar Fragen, die mir sonst per Mail gestellt werden und die ich jetzt mal öffentlich machen möchte:
Thema Finanzamt
Wer sich bei Camportalen anmeldet und dort sendet, arbeitet auf selbständiger Basis. Dafür braucht man einen Gewerbeschein inklusive Steuernummer. 
Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um ein haupt- oder nebenberuflich ausgeübte Tätigkeit handelt. Gem. § 14 GewO muss jede gewerbliche Tätigkeit die auf eigene Verantwortung und mit der Absicht zur regelmäßigen Gewinnerzielung betrieben wird angemeldet werden. Je nach Zuständigkeit ist dafür das Gewerbeamt oder die Gewerbemeldestelle des Ordnungsamtes verantwortlich.
Der Gewerbeschein kostet je nach Gemeinde zwischen 15 bis 60 Euro und das Formular kann vorab auch telefonisch angefordert oder aus dem Internet heruntergeladen werden. Ausgefüllt muss dieser persönlich bei der zuständigen Behörde abgegeben werden. Außerdem wird ein gültiger Ausweis, bzw. Reisepass benötigt. Nach Abgabe des Anmeldebogens werden die Daten automatisch an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Die Bestätigung der Gewerbeanmeldung erhält man in Form des Gewerbescheins, die Steuernummer später vom Finanzamt.
Ich habe sie damals zugeschickt bekommen. Nun muss man auf der Anmeldung seine Tätigkeit angeben. Wer nicht Camgirl dort zu stehen haben will, sollte mal den Beamten fragen, ob man eine übergeordnete Kategorie nehmen könnte oder etwas vergleichbar ’sauberes’ wie z.B. Kundenberaterin, Call-Center Tätigkeit oder Internet Dienstleister angeben kann. Aus Erfahrung weiß ich, dass das Fragen sicher erst einmal peinlich ist, aber a.) ist es ein Fremder und b.) sind die meisten alle sehr nett. Auf meinen Gewerbeschein steht Verkaufsförderung, was nichts anderes als Promotion/Hostess bedeutet.
Wann ist man ein Kleinunternehmer?
Kleinunternehmer sind alle Unternehmer, deren Gesamtumsatz im Gründungsjahr, bzw. im vorangegangenen Jahr die Umsatzgrenze von 17.500 € nicht übersteigen wird bzw. überstiegen hat und im laufenden Jahr die Umsatzgrenze von 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird. Sind die Bedingungen erfüllt, kommt automatisch die Kleinunternehmerregelung zu tragen. Bei der Gründung eines Gewerbes, ist auf dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung der voraussichtliche Umsatz im Kalenderjahr zu schätzen. Wer sich nicht sicher ist googlelt ein wenig oder fragt direkt beim Finanzamt nach!
Muss man Kleinunternehmer sein?
Nein, der Unternehmer kann bei der Gründung, auf dem Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angeben, dass auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet wird. An diese Entscheidung ist der Unternehmer anschließend fünf Jahre gebunden.
Was ist der Vorteil der Kleinunternehmerregelung?
- Kleinunternehmer sind von der Verpflichtung, ihre Umsätze mit Umsatzsteuer zu belasten, befreit.
- Der Kleinunternehmer muss keine doppelte Buchführung anlegen, es wird nur eine einfache Einnahmeüberschuss Rechnung der Steuererklärung beigefügt.
Was bedeutet es Kleinunternehmer zu sein?
- Auf den Rechnungen darf keine Umsatzsteuer ausgewiesen werden
- Es wird keine Umsatzsteuer an das Finanzamt gezahlt
- Gezahlte Umsatzsteuer kann nicht abgesetzt werden
- Vereinfachte umsatzsteuerliche Aufzeichnungspflichten
Was hat die Kleinunternehmerregelung zur Folge?
Diese Regelung bewirkt, dass ein Kleinunternehmer (ganz gleich, ob gewerblich, nebenberuflich oder freiberuflich) von der Verpflichtung des Ausweisens der Umsatzsteuer befreit wird. Praktisch bedeutet dies, dass ein Kleinunternehmer keine Umsatzsteuer in den Rechnungen ausweisen darf. Auch ist es nicht gestattet, einen Hinweis, wie beispielsweise 19% Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer enthalten, in den Rechnungen stehen zu haben. Ein Kleinunternehmer ist nicht in der Lage Erwerbssteuern oder Vorsteuern vom Finanzamt zu erhalten.
Die Einkommenssteuererklärung:
Hierfür gibt es beim Finanzamt einen Vordruck, der eingereicht werden kann. Sind Deine Einnahmen unter dem Freibetrag von 17.500€, so reicht eine formlose Gewinnermittlung aus, die beigefügt wird. Sich hier auch mal die Anlage GSE näher anschauen und vielleicht mit/anstelle einreichen. Generell empfehle ich sich anderweitig schlau zu machen. Es gibt genug Foren und Seiten im Internet, sowie kostengünstige Beratungsstellen in den jeweiligen Städten. Frage z.B. beim Bürgeramt nach. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Und zum Thema Schwarzarbeit denke ich, brauche ich hier nichts zu sagen!
Steuerabgaben
Was Du an Steuern zahlen musst, das kann ich so nicht beantworten. Es hängt davon ab ob Du noch einen anderen Job hast, wieviel Du vorhast auf den Camportalen zu verdienen, etc. Pauschal würde ich sagen einfach ein Drittel der Einnahmen zur Seite legen und sich freuen, wenn man nichts Nachzahlen muss! Interessant hierfür sind die Seiten abgabenrechner.de und/oder steuertipps.de.
Zum Schluss
Ich habe mir ein zweites Konto angelegt, kostenlose Girokonten gibt es ja mittlerweile zu Hauf und dorthin gehen die Einnahmen aller Portale auf denen ich sende. Die Rechnungen über meinen Camverdienst finde ich in den jeweiligen Accounts der einzelnen Portale, kann sie dort abrufen und auch ausdrucken. Für jedes Jahr lege ich mir einen neuen Aktenordner an, in dem ich die Rechnungen unter den jeweiligen Portalen abhefte. That’s it! Und ein zeitnahes Ablegen erfordert später nicht mehr viel Aufwand und Arbeit, wenn es daran geht die Steuererklärung zu machen!
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Gratis Camsex über die Messenger
Beliebt wie eh und je die Frage im Erotikchat nach den kostenlosen gratis Messengern wie MSN, ICQ, Yahoo und Skype:
Er: chattest du auch außerhalb dieses Chats?
Ich: nee, habe kaum Zeit dafür
Er: ich meine, es gibt auch kostenlose Chats
Ich: ja? (*Ist nicht wahr!*)
Er: nein, es ist nur so, wenn man die Frauen fragt zwecks Treffen, dann sind sie immer ganz heiß drauf
Ich: kann ich nicht beurteilen
Er: aber wenn man den Vorschlag macht privat zu chatten, dann wollen sie nicht
Ich: hmm
Er: deshalb, wenn die Frauen das auch ernst meinen
Ich: dann würden sie auch gratis chatten?
Er: kennst du Yahoo?
Ich: klar, die Suchmaschine
Er: ja
Ich: und?
Er: da kann man sich eine kostenlose Mailbox anlegen
Ich: aha
Er: und da gibt es auch einen Messenger, der frei ist
Ich: verstehe
Er: darüber kann man auch Cam to Cam chatten
Na, wer hätte das gedacht?!
Liebe Männer, warum geht ihr in den bezahlten Erotikchat und fragt das Mädel, ob sie auch privat über einen Messenger chatten würde? Fällt euch da nichts auf??
So nett, freizügig und sexy die Erotikchat Girls sich euch gegenüber auch verhalten – jetzt kommt’s, also haltet euch lieber fest – sie tun es nur, weil sie dafür Geld bekommen. Kein Geld, kein Sexchat!
Zur Verdeutlichung: Ich würde mich NIEMALS für fremde Männer einfach so ausziehen!!! Es ist eine Dienstleistung, Definition siehe Wiki, und Arbeit muss dementsprechend auch be-/entlohnt werden. Auch wenn die Arbeit Spaß macht!
Achtung, Jungs, jetzt veröffentliche ich hier noch eine Liste von Mädels, die über die Messenger icq, msn und yahoo oder skype gratis Camsex machen wollen:
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Upps, habe leider keine Adressen von Frauen für den kostenlosen privaten live Sexchat gefunden … Wie ist das nur möglich?
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